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Edith Moser

Das Ding mit den Emotionen oder warum es sich lohnt sich mit seinen unangenehmen Emotionen zu konfrontieren. Sommerliteratur 2018

August 7th, 2018 § 0 comments § permalink

Einblick in meinen Sommer: Wie immer lese ich ausgiebig Fachliteratur, immer eine Kombination, aus neuer und älterer Literatur aus den Bereichen der Neuropsychologie, Diagnostik/Klinischen Psychologie/Organisationspsychologie (Positive Psychologie) und wie immer Bücher rund um das Thema Resilienz.

Diesen Sommer mit Spezialisierung auf die unangenehmen Seiten des psychischen Erlebens: Scham, Kränkung, Kummer, Trauer, Unzulänglichkeiten im Allgemeinen und die passenden Affektregulierungen dazu.

Meine tiefe Überzeugung ist, jedes Gefühl will gelebt werden, mein Hang zu Optimismus, teilweise nenne ich es selbst scherzhaft “krankhaft konstruktiv” und mein hohes Maß an Selbstwirksamkeitserwartung sind hilfreich und wesentlich für meine Arbeit mit meinen KundInnen, aber wie immer geht es um Balance und die passende Dosis.

Die Kompetenz sich mit seinen eigenen Unzulänglichkeiten zu konfrontieren, sie auszuhalten und durchzustehen ist die Wiege von Leben aus vollem Herzen, die Wiege von Wohlbefinden und Glück, wie Brené Brown dies wissenschaftlich erforscht hat.  https://brenebrown.com.

Umgelegt auf die Organisationspsychologie wäre dies eine sinnvolle Fehlerkultur zu etablieren, eine Kultur zu entwickeln, in der es erlaubt ist sich mit den Schwächen der Organisation in Würde zu konfrontieren und im Sinne der Unternehmensweiterentwicklung ein Bewusstsein zu schaffen, dass es notwendig ist sich auch mit dem schmerzhaften Erlebens der Menschen in einem Unternehmen auf sinnvolle und hilfreiche weise zu konfrontieren. Es geht hier beispielsweise darum Führungsfähigkeit, Überforderung/Unterforderung, passende Qualifikation, Werte- Konflikte, Bedeutungsgebung und diesen Punkten angemessen zu begegnen.

Unter anderem auch auf diese Art und Weise bemühe ich mich die Projekte der Evaluierungen der psychischen Belastungen anzulegen und die Menschen zu ermutigen, dass sie sich dafür einsetzen, das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren zugänglich zu machen, um dann hilfreiche Maßnahmen zu entwickeln, die die Arbeitsbedingungen für alle verbessern.

Dazu braucht es MUT und eine vertrauensvolle Umgebung und dieser MUT wird üblicherweise belohnt.  Mutiges Verhalten zeigt auf was gebraucht wird, dies gilt für Unternehmen und in gleicherweise für Beziehungen zwischen Menschen.

Ich möchte alle Menschen dazu ermutigen sich in der Wahrnehmung ihrer Emotionen zu schulen, sich Selbsstachtsamkeit zu schenken und gleichzeitig ermutigen, daran zu glauben, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits ExpertInnen sind in der Emotionswahrnehmung.

…denn… wir machen Dinge gerne, die wir gut können und können uns ausdehnen auf weitere Facetten. Um ihnen ein Beispiel zu geben wie vielschichtig der Umgang mit ihren eigenen Emotionen ist.

Es gibt  mindestens 9 Subskalen im Umgang mit unangenehmen Gefühlen bei denen sie bereits Expertin sein können:

1. Aufmerksamkeit, 2. Klarheit, 3.Körperwahrnehmung, 4.Verstehen, 5. Akzeptanz, 6. Resilienz, 7. Selbstunterstützung,
8. Konfrontationsbereitschaft, 9 Regulation.

So ist es zum Beispiel gut möglich, dass sie ein/e ExpertIn darin sind unangenehme Gefühle “kopfmäßig”  verstehen, und wissen warum sie jetzt gerade wie fühlen, aber keine Ahnung haben, wie sie diese regulieren können, sie beispielsweise nicht daran glauben, dass es möglich ist, durch ein unangenehmes Gefühl durchgehen zu können und es beobachten zu können.

Dass sie dadurch Einfluss nehmen können auf ihr Gefühlserleben, indem sie es nicht unterdrücken, sondern sich aktiv damit konfrontieren ohne wie in einem reißenden Fluss hineingezogen zu werden und im Gefühlschaos unterzugehen.

Gefühle können mächtig sein, aber mit Selbstachtsamkeit, Klarheit, hilfreichen Tools zur Selbstunterstützung, Mut also Konfrontationsbereitschaft und Regulationsvermögen, also der entsprechenden Schutzausrüstung für die Seele,  machen sie das Leben aufregender und die Chance das zu bekommen, was wir brauchen erhöht sich. Wir stehen uns selbst weniger im Weg, müssen nicht anderen die Schuld geben, sondern haben gute Chancen aus vollem Herzen zu leben. Viel Spass beim Schmökern.

Auszug aus der Sommerliste passend zum Blogbeitrag:

  • Brené Brown, Die Gabe der Unvollkommenheit
  • Brené Brown, Verletzlichkeit macht stark
  • Joachim Bauer, Das Gedächtnis des Köpers, Wie Beziehungen und Lebensstile unsere Gene steuern
  • Joachim Bauer, Selbststeuerung, die Wiederentdeckung des freien Willens
  • Kristin Neff, Selbstachtsamkeit
  • Christian Schuber, Was uns krank macht, was uns heilt, Aufbruch in eine neue Medizin
  • Carolyn Daitch, Affektregulation, Hypnotherapeutische Interventionen für überreaktive Klienten
  • Martin Seligman, Flourish, wie Menschen Aufblühen, die positive Psychologie des gelingenden Leben
  • Patricia Angelin und Elizabeth Townsend, Alba Emoting: A Scientific Method for Emotional Induction

28.-29. April 2017 19. Jahrestagung der Uexküll-Akademie für Integrierte Medizin (AIM) in Innsbruck

April 7th, 2017 § 0 comments § permalink

Ich werde an der Jahrestagung für integrierte Medizin teilnehmen, vielleicht motiviert es noch jemanden mitzufahren.

Hier das Programmheft_19_JT_AIM_2017 und der Link zu Veranstaltung: http://uexkuell-akademie.de/2017/03/

Die Psychoneuroimmunologie (PNI) oder Psychoimmunologie ist ein interdisziplinäres Forschungsgebiet, das sich mit der Wechselwirkung der Psyche, des Nervensystems und des Immunsystems beschäftigt. (https://de.wikipedia.org/wiki/Psychoneuroimmunologie)

Ich freue mich, wenn KollegInnen mit mir Kontakt aufnehmen, um das Thema in der Psychologie gemeinsam voranzutreiben.
Es ist mir ein Herzensanliegen fächerübergreifend wirksam zu sein, und den Menschen als Menschen zu behandeln, wie es die Uexküll – Akademie beschreibt.

Wir PsychologInnen wurden explizit eingeladen, es gilt sich einzubringen.

 

Frühjahrskongress in Aachen 2016

February 25th, 2016 § 0 comments § permalink

Frühjahrskongress 2016 – Arbeit in komplexen Systemen — Digital, vernetzt, human?!

Werde daran teilnehmen. Wer Interesse hat ist herzlich eingeladen mit mir das Gespräch zu suchen.

Für Interessierte hier das Programm: Frühjahrskongress Aachen – Programm

 

18.6.15 Arbeitsbedingte psychische Belastung – ein Buch dazu.

June 18th, 2015 § 0 comments § permalink

Wiedermal News. Da ich mich in letzter intensiv den Projekten der Evaluierung psychischer Belastung gewidmet habe passend dazu das Buch in dem ich als Expertin einen Artikel schreiben durfte.:)

Titel:
Die Evaluierung arbeitsbedingter psychischer Belastungen
Brauchen wir das? Wie geht das? Wer macht das? Anbieterinnen und betriebliche Fallbeispiele aus der Praxis.

Gesunde Arbeit im ÖGB Verlag

Über die spannende, sinnvolle und äußerst wirksame Evalierung hinaus, beginnt diese Arbeit noch spannender zu werden. Es bedarf kreativer Prozess um neue Gestaltungsmöglichkeiten zu entwickeln die psychische bedingte Belastung reduziert, es darf ganz neu gedacht. Ein Gedanke dazu wäre zum Beispiel, welche Formen der Vereinbarungen können Führungskraft und Mitarbeiterinnen miteinander treffen, welche beiden Vorteile bringt. Oder es geht darum, sich Gedanken zu machen, mit wem arbeite ich eigentlich gut zusammen. Solche oder andere Überlegungen können notwendigen Transformationsprozessen in Unternehmen eine ganz neue Richtung und Bedeutung geben. Auf der Konferenz der Anti-Stress-Kampagne der EU: ExpertInnentagung „Psychische Belastungen in der Arbeitswelt“, hat Univ-Prof. Dr. Glaser von spannenden Studien, Strategie und neuesten Ergebnissen der Arbeitswissenschaft berichtet. Dazu werde ich in nächster Zeit noch mehr berichten, sobald ich diese neuen Konzepte erarbeitet habe.

22. Mai_2014 ResilienzWorkshop 9. Gesundheitstag_Uni Klagenfurt

May 19th, 2014 § 0 comments § permalink

Freu mich schon auf die TeilnehmerInnen, die an meinem Workshop:
„Resilienz – Mit Belastungen und Umbruchsituationen konstruktiv umgehen“,
am 9_Gesundheitstag_2014 Uni Klagenfurt  teilnehmen werden.

Oftmals geht es darum Angewohnheiten in eine günstigere Richtung zu lenken, um mehr Gesundheit und Resilienz entwickeln zu können.
Es wird u.a. darum gehen zu erkennen welche Gedanken hilfreich für die Bewältigung von Belastungen sind, welchen Einfluss das eigene Tempo der Bewußtseinsbildung auf die Resilienz hat.
Mehr davon in meinem Workshop.

 

21. 6. Ressourcenarbeit in der Schule

July 11th, 2013 § 0 comments § permalink

War in einer Volksschule, und durfte dort beim EMU – Tag (Eltern machen Unterricht) eine Übung moderieren.
Mein Ziel war, in kurzer Zeit (á 30 min) mit den SchülerInnen ihre Ressourcen erfahrbar zu machen. Ich entschied mich für eine kombinierte Übung also dem Solutionfocused Arbeiten nach Anton Stellamans und klassischem Ressourcen Arbeiten aus der systemischen Beratung:
1) Ich lud die SchülerInnen (3 Gruppe je max. 9 SchülerInnen) ein, an einen Magic Moment des letzten Schuljahres zu denken, etwas wo sie etwas geschafft haben, worauf sie richtig stolz sind, etwas was gut gelungen ist.
2) Gruppenbildung zu je drei SchülerInnen: eigene Hand auf ein Blatt zeichnen und in jeden Finger eine Fähigkeit hineinschreiben, eine Ressource, die ihnen erlaubte so genial zu sein, etwas geschafft zu haben.
3) Danach wechselseitiges Erzählen was die Fähigkeiten war, bzw. den SchulkollegInnen noch mitteilen, was sie glauben, was der/die andere noch kann. Sehr spannend und inspirierend!

Ein Beispiel möchte ich euch noch mitgeben – ein “wahrscheinlich” sehr lernerfahrener Schüler hatte ein Problem, er hatte noch eine Fähigkeit übrig und wußte nicht wohin er sie schreiben sollte – es war die Fähigkeit: “gut lernen zu können”. er meinte, das schreib ich in die Handfläche, “gut lernen” das, hab ich in der Hand. Ein wunderschönes Bild:)
(Bub, 9 Jahre)

7.+ 8.6 Mentalkongress Wien

June 8th, 2013 § 0 comments § permalink

War am Mentalkongress und habe wieder einigen neue Gedanken hören dürfen, die ich gerne mit Ihnen teilen möchte:

Besonders inspieriert haben mich die Vortragenden: Ronny Kokert (Shinergy) Prof. Dr. Girgerenzer: Bauchentscheidungen: die Intelligenz des Unbewußten, Stefan Kindermann (Strategien der Schachgroßmeister für Entscheider – Königsplan), Bernhard Möstl: Entscheiden wie die Shaolin Mönche und auch Roman Braun hatte für mich spannende Ideen.

Ronny Kokert hat uns ein wenig die von ihm entwickelte Kampfkunst Shinergy gezeigt. Für mich als Resilienzcoach war die Sinnhaftigkeit flexibel auf Druck zu reagieren nichts neues. Dennoch war es wunderschön zu sehen, wie flexibel und variantenreich die körperlichen Bewegungen aussehen können, wenn diese flexibel auf Druck reagieren. Mit wieviel weniger Kraftaufwand Bewegungen durchgeführt werden können, wenn man das was da ist nutzt. In der Kampfkunst Shinergy ist es die Möglichkeit die Schwungkraft der Muskel zu nutzen, um den nächsten Schritt zu tun. Z.B. druckloses, geschmeidiges Gehen. Im Zusammenhang mit Resilienz könnten dies bedeuten die Ressourcen, die da sind zu nutzen – jemanden zu Fragen oder eine persönliche Stärke. Ressourcen zu aktivieren.

Resilienz:
Das Zielbild ist, durch Fokus, Variantenreichtum im Handeln und aktivieren der Ressourcen druck los auf Gegenwind zu reagieren. – like!

25.2 Veranstaltung Essenz der Führung

March 14th, 2013 § 0 comments § permalink

Im Feber hab ich an einem sehr spannenden und wertvollen Infoabend teilgenommen mit dem Titel: “Essenz der Führung”.
Es wurde ein innovatives Führungskräfteentwicklungsprogramm vorgestellt.

Mit den den 5 Modulen werden wichtige Entwicklungsfelder bearbeitet, um in der Führung wirksam sein zu können.

1)      Tragende Verbindungen schaffen,

2)      Mein innerster Ort,

3)      Ich und mein Denken,

4)      Der Funke springt über,

5)      Den Fluss der Begeisterung nähren,

Die Chance, das was Neues entstehen kann, schätze ich als enorm hoch ein.
Ich kann es nur empfehlen, sich an diesem Prozess zu beteiligen, wenn es um erfahrungsorientierte Entwicklung und nicht um einen weiteren Führungsinput gehen soll. Weitere Informationen können Sie hier gerne nachlesen: www.essenzderfuehrung.at

 

13.2. Nicht Anwesenheit, sondern Leistung zählt

February 17th, 2013 § 0 comments § permalink

Bei der diesjährigen  Veranstaltung von Wolf Theiss wurden Fragen der  beruflichen Gleichstellung von Frauen und Männern diskutiert.
Zugespitz wurde disktutiert bei der Frage der Notwendigkeit physischer Präsenz in einer Führungsposition. Was ich besonders spannend fand, war einer der letzten Statements von Frau Bettina – Glatz Kremsner  (Casinos Austria, Österreichische Lotterien). Sie fragte sich selbst, ob ihre Vorstandstätigkeit denn auch in Teilzeit schaffbar wäre.

Ihr erster Gedanke war nein, unmöglich – viel zu Zeitaufwendig – aber bereits ihr zweiter Gedanke war, dass sie ja auch noch in anderen Positionen Verantwortung trägt. z.B. Mitglied im Aufsichtsrat in anderen Unternehmen. Und sie kam zu dem Schluss, dass auch Teilzeit auf der obersten Ebene möglich sein müßte. Ihre Gesamtarbeitszeit teilt sich auch auf mehrere Projekte auf, was nicht ganz anders wie Teilzeit ist.

Wie viele Abgeordnete haben mehrere Rollen, wieviele Positionen innerhalb eines Unternehmens gibt es, wo die Arbeitszeit einer MitarbeiterIn aufgeteilt ist  auf zwei oder mehrere Verantwortungsbereiche. Auch hier könnte man sagen, das sind Teilzeitpositonen. Es geht also ganz stark auch um ein Mindset das es gilt aufzubrechen, damit neue Arbeitsmodelle entwickelt und gelebt werden können.

Die Diskutantinnen waren sich einig, dass es nicht um Präsenz sondern um Leistung geht. Teilzeitkräfte brauchen angepasste Rahmenbedingungen, wie z.b eine IBM Mitarbeiterin erwähnte, definierte Zeiten, wann Informationaustausch stattfindet. Alles ist schaffbar, wenn sich das Mindset ändert und Teilzeitkräften zugetraut wird, dass sie Verantworung übernehmen können und mit sinnvollen Rahmenbedingungen zu 100%-vollwertige Arbeitskräfte sind. Es gilt ein Potential zu nutzen!

17.1. Wechselwirkung zwischen Körper und Geist

January 17th, 2013 § 0 comments § permalink

Die meisten Leserinnen und Leser werden zustimmen können, dass das was Sie über etwas denken einen Einfluß darauf hat, wie Sie etwas tun.

Wenn Sie wissen und fühlen, wie sie etwas gerne haben möchten wird dies schon einen Unterschied machen.

Wenn Sie dann noch spüren, was Sie tun können und was oder wer sie dabei unterstützt kann damit ihre erwünschte Zukunft gelingt, werden Sie anders an Ihre Vorhaben herangehen.

Es lohnt sich also darauf zu achten wie Sie ihre Beziehungen zu ihren ChefInnen, KollegInnen gerne gestalten möchten wie Sie Ihre Gespräche führen wollen.

Es lohnt sich zu spüren, welche Gedanken & Handlungen in herausfordernden Zeiten für Sie hilfreich sind was Sie stärkt und widerstandskräftiger macht. was Ihre inneren Kräfte mobilisiert.

Welche Vorhaben Sie auch immer haben Sie müssen nicht alleine gehen, ich begleite Sie gerne dabei Ihre Zukunft zu gestalten.

Maja Storch Embodiment, Shaolin das Geheimnis innerer Stärke, Martin Seligman Der Glücks-Faktor